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Wenn Du bei jedem Blick in den Spiegel denkst, dass Dein Haaransatz weiter zurück ging, bist Du nicht allein. Mehr als die Hälfte der Männer ab 50 Jahren haben Anzeichen von Haarausfall. Im Alter von 70 Jahren sind gar 4 von 5 Männern davon betroffen. Allerdings kann Haarverlust beim Mann durch Stress verursacht werden und tritt dann bereits in jüngeren Lebensjahren auf. Warum dies so ist und was Du dagegen tun kannst, zeigen wir in diesem Beitrag.

So entsteht Haarverlust beim Mann durch Stress

Stress kann und wird oft zu Haarausfall führen, was auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen ist. Einer der Hauptgründe ist, dass Stress die Adrenalinproduktion des Körpers erhöht. Dieses kann dann in Cholesterin umgewandelt werden, das in der Lage ist, den Testosteronspiegel des Körpers zu erhöhen. Testosteron ist ein männliches Hormon (Androgen), das enorme Auswirkungen auf das Haarwachstum hat. Bei Menschen, die auf Hormonschwankungen reagieren, kann dies häufig zu Haarausfall und/oder Haarverdünnung führen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir oft nicht so auf uns selbst aufpassen, wie wir es eigentlich sollten. Zum Beispiel können wir auf Mahlzeiten verzichten oder viele verarbeitete Lebensmittel essen. Diese sind zwar bequem, besitzen aber nur wenig Nährwert. Die Ernährung hat weitreichende Auswirkungen auf das Haarwachstum, wobei falsche Ernährung eine der Hauptursachen für Haarausfall. Dazu gehören Vitaminungleichgewichte, Eisenmangel, unzureichende Proteinzufuhr und Mahlzeiten, die zu wenig Kalorien enthalten. Stress wirkt sich auch auf die Verdauung und die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe aus und reduziert deren Wirksamkeit im Körper.

Darüber hinaus beeinflusst Stress unser Immunsystem und macht uns anfälliger für Krankheiten. Wie die Ernährung ist auch die allgemeine Gesundheit eng mit der Haargesundheit verbunden. Eine Grippe, hohes Fieber und systemische Störungen führen oft etwa zwei Monate später zu Haarausfall. Stress kann auch bei anfälligen Menschen Schuppen auslösen. Die Wissenschaft findet zunehmend Beweise, dass sich hierdurch schuppige Kopfhaut verschlimmern oder Haarausfall entstehen kann.

Zu viel Stress für den Körper kann zu Haarausfall führen. Mediziner nennen diesen Zustand „telogenes Effluvium„. Wenn Du unter Stress stehst, kannst Du viele körperliche Symptome bemerken. Du kannst ängstlich oder erschöpft sein, Dich nicht mehr richtig konzentrieren und sogar mit Kopfschmerzen oder Magenverstimmung krank werden. Stress kann auch eine Ursache für Haarausfall sein.

Telogen Effluvium: Verständnis für diese Ursache des Haarausfalls

Telogen-Effluvium ist der Begriff für Haarausfall, der vorübergehend als Folge von Traumata, Stress oder Schock in Deinem Körper auftritt. Haarverlust beim Mann durch Stress ist dadurch offensichtlich, dass das Ende des Haares wie eine Glühbirne geformt ist und schließlich die Haare ganz ausfallen.

Etwas Haarausfall ist normal, aber Telogen-Effluvium führt zu übermäßigem Haarausfall aufgrund einer Störung des natürlichen Wachstums und des Ruhezyklus der Haare. Im Allgemeinen wachsen zwischen 80 und 90 Prozent der Haarfollikel auf der Kopfhaut aktiv. Die anderen 10 bis 20 Prozent der Haarfollikel wachsen in der Ruhephase. Viele Ereignisse können dieses Gleichgewicht stören und zu vorübergehendem Haarausfall führen. Bei Haarverlust beim Mann durch Stress fällt das Haar meist beim Bürsten, Waschen oder Stylen in ganzen Haarbüscheln aus.

Es ist bekannt, dass Stress ein Auslöser für telogenes Effluvium ist. Risikofaktoren, die diese Art von Stress verursachen können, sind:

  • Eine signifikante Körperverletzung
  • Impfungen
  • Unterernährung durch ungesunde Ernährung oder eine Diät
  • Antidepressiva
  • Eine chronische Krankheit
  • Akute Erkrankung mit Fieber
  • Jetlag
  • Chronischer emotionaler Stress
  • Ein chirurgisches Verfahren

Jeder physische Stressor oder Trauma, der den Hormonspiegel im Körper stören kann, kann Haarverlust beim Mann durch Stress auslösen. Einige Faktoren verschwinden von selbst wieder und Dein Haar wächst innerhalb weniger Monate wieder normal nach. Aber kontinuierlicher Stress bei der Arbeit oder in einer Beziehung, finanzielle Sorgen und jede andere Art von emotionalem Stress können einen großen Einfluss auf den gesamten Körper haben, einschließlich der Haarfollikel. Der Haarverlust tritt nicht unmittelbar während oder nach einem stressigen Zustand auf, sondern mit einem zeitlichen Verzug von 6 – 12 Wochen.

Tierversuche bestätigen die Theorie, dass chronischer Stress ein wichtiger Faktor für das chronische telogene Effluvium ist. Es wird angenommen, dass Stress die Chemie der Haarfollikel derartig verändert, dass es zum Wachstum von zu vielen Haarfollikeln in der Ruhephase auf einmal führt. Aber wenn Du Stress abbauen kannst, kann Dein Körper den natürlichen Zyklus wiederherstellen und ein gesundes Haarwachstum fördern.

Haarverlust beim Mann durch Stress stoppen

Leider gibt es keine absolute Heilung für die Empfindlichkeit der Follikel. So ist die beste Möglichkeit, Stress und stressbedingten Haarausfall zu bekämpfen und zu verbessern, die Verwendung von vorbeugenden Maßnahmen. Wir empfehlen Dir den Abbau von Stress durch Yoga, Meditation, Pilates oder moderate Bewegung. Achtsamkeit hat sich auch als sehr effektiv erwiesen und bietet Werkzeuge zur Bewältigung von Alltagsstress und Überforderungsgefühlen. Du kannst auch mit Deinem Arzt über alternative Behandlungen sprechen, wie zum Beispiel Akupunktur oder Kräuterheilmittel.

In Bezug auf die Ernährung solltest Du keine Mahlzeiten auslassen und versuchen, in regelmäßigen Abständen mit einem Snack dazwischen zu essen. Gut formulierte Nahrungsergänzungsmittel können ebenfalls sehr hilfreich sein und dem Körper einen Schub an essentiellen Vitaminen und Mineralien geben. Diese können auch die Funktion des Immunsystems unterstützen.

Der Haarverlust beim Mann durch Stress wird sich tatsächlich von selbst beenden, sobald der Stress oder das Trauma vorbei ist und Dein Körper beginnt, wieder zur Normalität zurückzukehren. Du kannst es gar nicht erst soweit kommen lassen oder den Prozess anhalten, indem Du Dich besser um Dich selbst kümmerst. So kehrt Dein Haar wieder in seinen normalen Zyklus zurück:

  • Nimm eine gesunde Ernährung zu Dir, die reich an Gemüse, Obst und Proteinen ist, um viele Nährstoffe zu erhalten.
  • Nimm ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat, wenn Dein Arzt feststellt, dass Du irgendwelche Mängel wie B12, Eisen oder Folsäure hast.
  • Behandle Dein Haar schonend, besonders beim Stylen und mit Heizgeräten.
  • Reduziere den Stress, um dadurch den Haarausfall zu reduzieren.

Wenn chronischer Stress ein Problem ist, kann die Kontrolle des Stressniveaus helfen, den natürlichen Haarwuchsprozess Deines Körpers wiederherzustellen. Mit diesen Schritten kannst Du Stress abbauen:

  • Starte ein regelmäßiges Trainingsprogramm.
  • Lerne Entspannungstechniken wie Meditation und Tiefenatmung.
  • Nimm Dir jeden Tag Zeit zum Entspannen, indem Sie eine lustige Aktivität unternimmst oder beruhigende Musik hörst.
  • Nimm eine Yogastunde oder übe die Körperhaltung zu Hause.
  • Sei sozial stärker aktiv und verbringe Deine Zeit mit Freunden und Familie, anstatt Dich wegen Stress zurückzuziehen.

Die Vermeidung von Stress, die Pflege Deiner körperlichen und emotionalen Gesundheit und die gute Behandlung Deines Geistes und Körpers werden sich in einer vollen Haarpracht widerspiegeln.

Fazit

Haarverlust beim Mann durch Stress und ungesunde Ernährung ist häufig. Gründe dafür sind eine Störung im Hormonhaushalt sowie in der Ruhe- und Wachstumsphase der Haarfollikel. Rechtzeitig erkannt und behandelt, kann der Prozess des Haarausfalls gestoppt werden. Ist der Stress bereits seit vielen Jahren anhaltend und der Haarverlust entsprechend fortgeschritten, so kann eine Haartransplantation zu neuer Haarpracht führen.