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Ratgeber Haarausfall bei Männern – Die richtige Pflege finden

Das passiert den schlausten Köpfen – der Scheitel gleicht einer Lichtung und die Geheimratsecken nehmen unerwünschte Ausmaße an. Während ein Teil der Männerwelt damit Freundschaft schließen kann, eines Tages eine Glatze zu tragen, versucht der andere Teil, der Alopezie standhaft die Stirn zu bieten.

Haarwachstum rechtzeitig erkennen

Tatsächlich gibt es Wege, Haarausfall frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Wissen um die Gründe von Haarausfall hilft nämlich weiter. Hauptsächlich stehen die Ursachen mit der genetischen Veranlagung in einem Zusammenhang. Doch gibt es auch zahlreiche andere Ursachen, die für das Schicksal einer kahlen Stirn mitverantwortlich sind.

Fakt ist: Mit 50 Jahren kämpft etwa die Hälfte aller Männer mit Haarausfall. Das reicht bis in hohe Alter, in dem entweder noch ein Haarkranz oder das Haar am Scheitel und auf der Kopfkrone übrig ist. Manchmal verschwindet aber auch alles.

Männer können sich mit einer Glatze auch anfreunden. In der heutigen Zeit ist dies sogar modisch. Auf den richtigen Rasierer mit scharfen Klingen ist hierbei jedoch zu achten. Wer sich allerdings nicht mit einer Glatze abgeben möchte, sondern von einer vollen Haarpracht träumt, sollte die Ursachen verstehen und die möglichen Methoden kennen.

Haarausfall Männer und Ursachen

Hierzu hat die Universität Bonn eine internationale Studie in der wissenschaftlichen Open-Access-Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Forscher untersuchten das Erbgut von über 20.000 Männern aus sieben verschiedenen Ländern. Der Prozess der Kahlwerdung kann demnach mit mehreren Körpermerkmalen und Krankheiten zusammenhängen. So spricht die Studie von erhöhten Risiken für Prostatakrebs und möglichen Herzerkrankungen. Das alles soll den von Haarausfall betroffenen männlichen Geschlechtern keine Sorgen bereiten – jedenfalls keine Sorgen, die einem Mann die Haare ausfallen lassen.

Haarausfall Männer und mögliche Faktoren

Neben den verschiedenen, genetischen Merkmalen können auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu zählen Medikamenteneinnahme, Haarausfall Stress, falsche Haarpflege, psychische Erkrankungen oder saisonale Gründe. Wie es zu dem Ausfall der Haare kommt und was Männer dagegen tun können, sagt dieser Ratgeber.

Wie erkennt man Haarausfall?

Haarausfall Ursachen: Der erste Haarverlust hängt vor allem von der Kopfhaut und den Haarfollikeln ab. Befinden sich beide Komponenten in einem schlechten Zustand, kann es zu Haarausfall kommen. Erste Anzeichen zeigen sich in Form von

  • viele Haare auf dem Kopfkissen
  • juckende, gerötete Kopfhaut in Verbindung mit Haarverlust an diesen Stellen
  • großer Haarverlust bei der Haarwäsche, beim Bürsten und Kämmen
  • übermäßige Schuppen in Verbindung mit Haarverlust in großen Mengen

Was sind die häufigsten Ursachen für Haarausfall?

Es gibt viele verschiedene mögliche Ursachen. Im Folgenden sind die Häufigsten davon aufgelistet:

Haarausfall Männer – erblich bedingter Haarausfall

Die häufigste Ursache für Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall. Zum Leidwesen der meisten Männer melden sich die ersten Haarverluste im fortschreitenden Alter an. Zunächst stehen Stirn und Schläfen im Visier der genetischen Bestimmung und dann das Haar am Hinterkopf. Dabei sterben die ersten Haarwurzeln bereits im Alter zwischen 20 und 25 Jahren ab. Im Vergleich zu Frauen sind Männer häufiger von erblich bedingten Haarausfall betroffen.

Haarausfall durch Medikamente

Bestimmte Medikamente können Haarausfall auslösen. Das liegt an den Inhaltsstoffen, die über den Blutkreislauf in den Körper gelangen und somit auch in die Kopfhaut. Die Folge: Der Zellstoffwechsel der Haare funktioniert nicht mehr richtig, was das Haarwachstum beeinträchtigt und zu einem diffusen Haarausfall führen kann.

Dermatologen nennen

  • den Blutdruck senkende Medikamente (Betablocker)
  • Medikamente für Reduzierung von Blutfett (Lipidsenker)
  • Blutgerinnungshemmer
  • Antibiotika
  • Antidepressiva
  • Antischmerz-Medikamente und
  • Antirheuma-Medikamente

als Medikamente, die einen Ausfall der Haare auslösen können.

Haarausfall durch Chemotherapie

An Krebs erkrankte Patienten leiden häufig unter Haarausfall, die in den meisten Fällen durch eine Chemotherapie ausgelöst wird. Verantwortlich sind sogenannte Zytostatika, die die Haarwurzeln entweder beschädigen oder gar zerstören. Doch nicht nur die Kopfhaare können bei einer Chemotherapie ausfallen, sondern auch Wimpern, Barthaare und alle anderen Körperhaare. Das Maß des Haarausfalls hängt von der Stärke des Medikamentes ab, das im Rahmen der Chemotherapie eingesetzt wird.

Mit sieben bis zehn Tagen der ersten Chemotherapie bis zum Ausfall der ersten Kopfhaare muss der Krebspatient rechnen. In den meisten Fällen beginnt der Haarausfall im Scheitelbereich und über den Ohren. Zwischen der vierten und achten Woche der Therapie verlieren die Patienten die meisten Haare. Ist die Behandlung beendet, braucht der Körper etwa drei Monate, um das Medikament im Körper abzubauen. Bei 99 % aller an Krebs erkrankten Patienten setzt das Haarwachstum dann wieder ein.

Haarausfall bei psychischen Erkrankungen

Wer unter einem seelischen Ungleichgewicht leidet, hat es oftmals auch mit Haarausfall zu tun. Denn psychische Erkrankungen zeigen sich körperlich. Zum Teil wird in der psychiatrischen Medizin auch von einem Phänomen gesprochen, wenn die psychiatrische Erkrankung mit Haarausfall einhergeht. Zu den psychischen Erkrankungen gehören in diesem Zusammenhang z. B.:

  • Depression und Manie
  • Schizophrenie
  • Alkoholismus

Haarausfall bei falscher Haarpflege

In der gepflegten Männerwelt taucht besonders eine Frage immer wieder auf: Fallen die Haare vielleicht wegen falscher Haarpflege aus? Nach einhelliger Meinung können Haare färben, die Verwendung von Gel und Haarspray und die tägliche Föhnhitze zwar zu Schäden in der Haarstruktur führen, jedoch keinen krankhaften Haarausfall auslösen.

Für einen Verlust der Haare in großen Mengen kann jedoch eine starke allergische Reaktion verantwortlich sein.

Haarausfall bei Stress

Stressbedingter Haarausfall ist keine Seltenheit. Dabei gehört Stress zu einer Form der seelischen Belastung, die durch Krankheit, unerwartete Ereignisse oder alltägliche Geschehnisse im privaten und beruflichen Umfeld ausgelöst werden kann.

Steht der Geist unter Stress und zeigt der Mensch körperliche Reaktionen, liegt das an der Ausschüttung bestimmter Botenstoffe und Neurotransmitter. Diese Substanzen schädigen die Haarfollikel und die Haarwurzel, was zu einem diffusen Haarausfall führen kann. Denn jeder Haarfollikel ist von einer Nervenfaser umgeben, die sich entzünden kann. Fallen die Haare aus einem erblichen oder hormonellen Grund aus, kann zunehmender Stress einen Ausfall der Haare sogar verstärken.

Haarausfall Stress? Keine Seltenheit in der modernen Welt. Denn der berufliche Stress in männerdominierten Berufen nimmt täglich zu. Kein Wunder also, dass das Thema Haarausfall Stress nicht an Aktualität verliert.

Saisonaler Haarausfall (Herbst, Frühling)

In einer Langzeitstudie des Forschers Dominique Michel Courtois konnte der verstärkte Haarausfall im Herbst und im Frühjahr wissenschaftlich nachgewiesen werden. Die Studie gilt heute als repräsentativ für das Problem des saisonalen Haarausfalls. Doch warum wird die männliche Haarpracht im Herbst und im Frühjahr lichter?

Die Gründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein:

  • hormonelle Gründe aufgrund der Veränderung der Tageslänge
  • biologische Schutzwirkung der Kopfhaut durch Haare ist in herbstlichen Zeiten weniger gebraucht, weil der Mensch nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist
  • Haarwurzeln wurden bereits in der Sommerzeit durch eine zu starke Sonneneinstrahlung geschädigt, sodass das Haar in der Übergangszeit zum Herbst bzw. im Spätsommer bereits anfängt auszufallen
  • Haarausfall aufgrund eines natürlichen „Fellwechsels“, der nicht mehr gebraucht wird, aber noch im genetischen Code gespeichert ist

Formen des Haarausfalls

Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern

Haarausfall Ursache – erblich bedingt: Der erbliche Haarausfall wird auch androgenetische Alopezie genannt. Das Lebensalter spielt hierbei eine wichtige Rolle. Denn mit fortschreitendem Alter entwickeln die Haarwurzeln eine Überempfindlichkeit gegenüber Dehydrotestosteron (DHT), das vom Körper selbst produziert wird. Im Laufe dieser Überempfindlichkeit verkleinert sich der Haarfollikel und die Produktion nimmt ab. Die Folge: Die Haare des Mannes fallen aus.

Kreisrunder Haarausfall

Haarausfall Ursache – Kreisrunder Haarausfall: Beim kreisrunden Haarausfall handelt es sich um eine Haarausfall-Erkrankung, die in den meisten Fällen in Schüben erfolgt. In der Medizin wird eine Autoimmunerkrankung vermutet. Diese Erkrankung stellt aber eine eher seltene Form des Haarausfalls dar. Die kahlen Stellen zeigen sich entweder in runder oder ovaler Form. Der anfänglich kreisrunde Haarausfall kann bis zu einem Verlust der gesamten Kopfbehaarung führen. Das Haar fällt bis der Zustand der Glatze erreicht ist. Erfahre mehr in unserem Beitrag zum kreisrunden Haarausfall.

Diffuser Haarausfall

Haarausfall Ursache – diffuser Haarausfall: Der diffuse Haarausfall (diffuse Alopezie) zeichnet sich dadurch aus, dass die Haare nicht stellenweise, sondern gleichmäßig ausfallen. Das Haar wird zwar dünner und auch die Kopfhaut schimmert mehr durch, dennoch bilden sich keine Kahlstellen. Diese Art der Wachstumsstörung tritt mehr bei Frauen als bei Männern auf und ist auch meistens nur vorübergehender Natur. Oftmals sind dafür hormonelle Schwankungen die Ursache.

Bei Männer spielen häufig andere Faktoren eine Rolle. Stoffwechselstörungen, Ernährungsdefizite, Stress, Infektionen oder saisonale Gründe können den diffusen Haarausfall verursachen.

Narbiger Haarausfall

Haarausfall Ursache – vernarbender Haarausfall: Der vernarbende Haarausfall wird auch narbige Alopezie genannt. Kennzeichnend hierfür ist Narbenbildung oder auch Schuppenbildung an den Stellen, an denen die Haare ausgefallen sind. Ein solcher vernarbender Ausfall ist häufig die Folge einer Erkrankung der Kopfhaut, bei der sowohl die Haut als auch die haarbildenden Organe in den unteren Hautschichten angegriffen werden.

Haarwuchsmittel Erfahrungen & Tests

Haarwuchsmittel Alpecin: Koffein gegen Haarausfall kann auf manche Zellen einen positiven Einfluss haben. In Laborversuchen konnten Forscher nachweisen, dass das Koffein das Haarwachstum anregt.

Regaine: Das unter dem Handelsnamen vertriebene Regaine* ist ein Mittel, das den Stoff Minoxidil enthält und sich bei erblich bedingten Haarausfall als wirksam erweisen kann. Dem Fortschreiten des Haarausfalls kann damit in gewissen Maßen Einhalt geboten werden. Die genetische Veranlagung dazu jedoch bleibt. Wissenschaftliche Studien aus den USA haben die positive Wirksamkeit des Wirkstoffes Minoxidil bei Männern mit Haarausfall nachweisen können.

Haarwuchsmittel Hairpexin: Das Haarwuchsmittel Hairpexin enthält die natürlichen Inhaltsstoffe Biotin und Hirse, die den Haarwuchs anregen können. Haarausfall kann nämlich auch auf einen Biotinmangel zurückgeführt werden. Biotin wird nicht vom Körper selbst produziert, weshalb eine Zuführung über Kapseln empfohlen wird.

Haarwuchsmittel Schüssler Salze: Die Anwendung von Schüssler Salze ist eine sanfte und natürliche Methode Haarausfall bei Männern entgegenzuwirken. Welche Schüssler Salze anzuwenden ist, hängt von der Art des Haarausfalles ab. So kann bei kreisrundem Haarausfall z. B. Nr. 5 Kalium phosphoricum*helfen.

Brennnessel: Die heimische Heilpflanze ist dafür bekannt, dass sie den Haarwuchs anregt. Der übrige körperliche Organismus sollte dafür in gesunder Weise funktionieren, sodass die Wirkstoffe der Brennnessel vollständig aufgenommen werden können. Deshalb wird vorher eine Darmsanierung oder eine Entsäuerungskur empfohlen.

Tipps gegen Haarausfall

Männer können Haarausfall vorbeugen und sie können dem bereits eingesetzten Haarschwund Einhalt gebieten. Mit diesen Tipps gelingt es, einen fülligen Haarschopf zu behalten:

Richtiges Stressmanagement: Stress kann Haarausfall verursachen bzw. das Haarwachstum stark beeinträchtigen und deshalb gilt es diesen zu reduzieren. Betroffene sollten sich im beruflichen Alltag mehr Zeit einräumen, um Ruhepausen einlegen zu können. Dies dient nicht nur der körperlichen, sondern auch der geistigen Erholung.

Erblich bedingter Haarausfall: Der Wirkstoff Minoxidil kann Haarausfall entgegenwirken oder diesem Einhalt gebieten. Minoxidil ist in bestimmten Haarmitteln enthalten und führt nachweislich zu einem längeren Erhalt der Haarpracht.

Vitamine: Vitamine und Nährstoffe braucht der Kopf. Zu den wichtigsten Vitaminen und Nährstoffen gehören Eisen, B-Vitamine, Zink und L- Cysin.

Welche Hausmittel helfen gegen Haarausfall?

Warum nicht auch auf die herkömmlichen Hausmittel schwören. Die besten Haarausfall Hausmittel gibt es hier zusammengefasst:

Haarausfall Hausmittel Nr. 1: Aloe Vera hilft nicht nur gegen Pickel, sondern regt auch das Wachstum der Kopfhaare an.

Haarausfall Hausmittel Nr. 2: Birkenblätter sind reich an wichtigen Nährstoffen, die die Kopfhaare für das Wachstum brauchen.

Haarausfall Hausmittel Nr. 3: Franzbranntwein und Zwiebeln sind eine unschlagbare Kombination gegen schwindendes Haar. Ins richtige Verhältnis gesetzt und unter Berücksichtigung der nötigen Ziehzeit entsteht ein wirksames Haarwasser.

Haarausfall Hausmittel Nr. 4: Bockshornklee

Bockshornkleesamen kann sowohl in Form von Kapseln innerlich gegen Haarausfall helfen als auch äußerlich als Paste aufgetragen werden. In Bockshornkleesamen sind Vitamin B und C sowie Eisen enthalten, welche die Durchblutung der Kopfhaut anregen und somit die Haarwurzel stärken.

Haarausfall Hausmittel Nr. 5: Arganöl

Arganöl kann aufgrund seiner Nährstoffe und ungesättigten Fettsäuren duir Drucbltungen auf der Kopfhaut anregen. Zugleich macht es die Haare weicher und hilft gegen juckende Kopfhaut.

Haartransplantation / Haarverpflanzung in Deutschland

In besonders schweren Fällen helfen selbst Medikamente und Hausmittel nichts mehr. In diesem Fall hilft nur noch der Gang zum Experten. Die Haartransplantation ist eine der sichersten Methoden, um wieder volles Haar auf dem Haupt zu bekommen. Dabei werden eigene Haarwurzeln von einer dicht behaarten Kopfzone entfernt und an der kahlen Stelle wieder eingesetzt. In Deutschland werden mittlerweile Jahr für Jahr etwa 4000 Haartransplantationen durchgeführt, die Tendenz ist steigend. Weil vom Haarausfall vorwiegend Männer betroffen sind, sind es auch vorwiegend Männer, die diese erfolgsversprechende Methode nutzen.

Allerdings eignet sie sich nicht für jeden. Wenn zum Beispiel hinter dem Haarausfall eine Krankheit oder ein Medikament steckt, sollte zuerst mit dem Arzt darüber gesprochen werden.

Außerdem ist eine wichtige Voraussetzung, dass es noch funktionierende Haarfollikel mitsamt Haarwurzel gibt. Wer also bereits auf dem ganzen Kopf eine Glatze hat, kann auch nichts transplantieren lassen. Da aber bei den meisten Männern am seitlichen Kopf und im Nacken ein Haarkranz verbleibt, ist dies für eine erfolgreiche Transplantation bereits ausreichend.

Wichtig ist bei einer Haartransplantation in jedem Fall eine gute Beratung und ein seriöses Institut bzw. ein Arzt, der sich mit dieser Behandlung gut auskennt.

Der Eingriff erfolgt ambulant, der Patient wird dabei in eine Art Dämmerschlaf versetzt und unter örtlicher Betäubung die betätigen Haarwurzeln entnommen und umverpflanzt. Eine Sitzung zur Haartransplantation kann bis zu 8 Stunden lang dauern, weil hier sehr viel Fingerspitzengefühl erforderlich ist. Dementsprechend teuer ist der Vorgang: mehrere tausend Euro muss man dafür hinblättern, die Krankenkassen übernehmen in der Regel nichts davon.

Hauttransplantation im Ausland

Der Gedanke ist angesichts der hohen Preise verlockend, die Haartransplantation einfach im Ausland vornehmen zu lassen, wo sie zu weitaus günstigeren Preisen angeboten wird. Besonders Istanbul hat sich zu einem regelrechten Mekka für günstige Haartransplantation entwickelt. Immerhin wird hier nur ein Bruchteil des Preises fällig. Doch man kann hiervor nur warnen. Es gibt nämlich zahlreiche Scharlatane, die ihr Handwerk nicht wirklich verstehen und somit sind möglicherweise mangelhafte Ergebnisse zu erwarten. Es gibt allerdings auch Kliniken im Ausland, die mit Gütesiegeln ausgestattet sind und bei denen sowohl die Behandlung als auch die medizinische Versorgung vor Ort nach Qualitätsrichtlinien internationaler Standards erfolgen.

Haartransplantation DHI Methode

Unter der DHI Methode (Direct Hair Implant) ist besonders modern und innovativ. Hierbei ist nämlich keine OP nötig, weswegen nur ein sehr geringes Risiko einer Infektion beseht. Auch die Gefahr von Narben gibt es nicht. Außerdem überleben bei der DHI Methode im Gegensatz zur herkömmlichen Methode rund 90 bis 95% der entnommenen Haare. Diese werden mithilfe einer winzigen Nadel in die Kopfhaut eingepflanzt – ganz ohne Schnitte. Die Behandlung ist schnell und fast schmerzfrei, das Langzeitwachstum der Haare wird dabei begünstigt. Einige wenige Kliniken und Ärzte haben sich auf diese neue, schonende Methode der Haartransplantation spezialisiert.

Haartransplantation / Haarverpflanzung: negative Erfahrungen

Natürlich gibt es bei Haartransplantationen, wie bei jedem anderen operativen Eingriff auch, negative Erfahrungen. Kein Eingriff ohne Risiko! Es kann zum Beispiel passieren, dass der Bereich, aus dem die Haare entnommen wurden, nach dem Eingriff sehr licht aussieht. Oder die Haare wachsen nicht so wie gewünscht. Dann reicht meistens etwas Geduld aus, denn es kann nach dem Eingriff bis zu zwei Jahre lang dauern, die die Haare wieder sprießen.

In einzelnen Fällen kann es auch passieren, dass nach dem Eingriff Schmerzen auftreten. Und natürlich gibt es gerade bei unerfahrenen Ärzten immer wider schlechte Erfahrungen mit dem Ergebnis: die Haarfollikel werden in einem viel zu großen Abstand im Stirnbereich eingesetzt, oder wachsen in die falsche Richtung.

Es ist also vor allem wichtig, eine Klinik zu finden, die diesen Eingriff seriös und fachmännisch durchführt.

Barthaartransplantation

Genauso wie auf dem Kopf Haar transplantiert werden können, ist dies auch im Gesicht möglich. Wer unter einer zu spärlichen Gesichtsbehaarung leidet, kann mit schonenden neuen Transplantationsverfahren einen dichten Bartwuchs erreichen. Auch hierfür werden an einer anderen Körperstelle – zum Beispiel am Hinterkopf – Haare bzw. Haarfollikel entnommen und am Kinn, der Oberlippe oder der Wange eingesetzt. Das Ergebnis wirkt natürlich und keiner merkt, dass es sich hierbei um Kopfhaare handelt – vorausgesetzt, der Eingriff wurde von einem seriösen und erfahrenen Institut durchgeführt.

Perücken

Perücken kommen oftmals nach krankheitsbedingtem Haarausfall zum Einsatz. Sie bieten einerseits große Vor-, andererseits aber auch gewichtige Nachteile. Eine Perücke ist verhältnismäßig günstig zu bekommen, sie ist morgens schnell auf- und abends schnell abgesetzt. Wenn es sich um ein hochwertiges Modell handelt, sieht es nicht unnatürlich aus, weil die Haarfarbe und -struktur passend zum eigenen Haar ausgewählt werden kann. Dennoch ist das Tragen einer Perücke für viele Menschen eher unangenehmen, weil es sich nicht verhindern lässt, dass man darunter schwitzt. Hinzu kommt, dass die Pflege je nach Modell ziemlich aufwendig sein kann. Meistens stellt eine Perücke bei Haarausfall eher eine zufriedenstellende Methode für eine vorübergehende Zeitspanne dar, letzten Endes ist das aber alles Geschmacks- und Ansichtssache.

Haarpigmentierung

Bei der Haarpigmentierung handelt es sich um eine nicht chirurgische Behandlung von Haarausfall. Man versucht dabei mithilfe spezieller Pigmente einen rasierten Look zu erreichen. Das funktioniert allerdings nur bei Männern mit dunklen Haaren. Man erkennt quasi auf der Kopfhaut „Stoppeln“ anstatt einer Glatze. Durch eine Haarpigmentierung erreicht man eine höhere optische Dichte, weswegen sich diese Methode auch für Frauen eignet, bei denen man am Scheitel die Kopfhaut erkennen kann. Dabei wird also die Illusion von mehr Haardichte vermittelt. Es gibt keine Narben, dafür wachsen hier aber auch keine Haare nach.

Es wird unterschieden zwischen lang- und kurzfristigen Pigmenten, bei ersteren beginnt das Verblassen bereit nach 6 Moasnten, bei den Langzeitpigmenten hingegen erst nach 3.5 Jahren.

Haarsimulation

Unter Haarsimulation versteht man das Gleiche wie unter der Haarpigmentierung. Es werden hierbei Farbpigmente in die Kopfhaut injiziert bzw. graviert, so dass ein dichtes Aussehen simuliert wird. Anbieter werben mitunter auch mit den Begriffen „Haarschattierung, Haartätowierung“ und „Haar Mikro Pigmentation“.

Egal, um welche manipulative Schattentechnik es sich handelt: Es kann nur dann erfolgsversprechend sein, wenn es von einem Experten durchgeführt wird.