Tabuthema Barthaartransplantation: Dichten Bartwuchs hat man einfach – Punkt. Dass ein wenig nachgeholfen wurde, geben nur wenige Männer offen zu. Für Interessenten ist es daher schwer, an gesicherte Informationen zu gelangen. Zwar gibt es jede Menge Webseiten zum Thema. Woran aber erkennst Du seriöse Anbieter? und gibt es noch andere Möglichkeiten für einen dichten Bartwuchs? Wir verraten es Dir.

Barthaartransplantation – die Methode

Im Allgemeinen läuft eine Bartverdichtung unkompliziert ab. Vom Hinterkopf werden Haare in die Bartzone versetzt. Dabei unterscheidet man vor allem zwei moderne Methoden: FUE und FUT. Diese beiden Methoden sind gängig, weil sie diverse Vorteile bieten. FUT etwa heißt Follicular Unit Transplantation und bedeutet, dass einzelne Follikel versetzt werden. Jeder Follikel oder auch Graft enthält ein bis vier Haarwurzeln. Ihre einzelne Versetzung ist sehr zeitaufwändig – FUT geht schneller, weil hier mit einem schmalen Hautstreifen gearbeitet wird (1).

Der Nachteil bei FUT: verstärkte Narbenbildung. FUE vermeidet das. Zudem ist FUE schmerzfreier und heilt rascher ab. Müssen nämlich nur einzelne Grafts versetzt werden, sind die Wunden im Spenderbereich und im Empfängerbereich kleiner. Welche Methode auch immer Anwendung findet, wichtig ist vor allem eines: die sichere Hand des Arztes. Eine Sitzung dauert je nach Methode und Zahl der verpflanzten Grafts zwischen drei und fünf Stunden (2) .

Eine Bartverdichtung kann …

  • generell verdichten oder
  • gezielt kahle Stellen auffüllen

Barthaartransplantation: für jeden geeignet?

Spärlicher Bartwuchs hat verschiedene Ursachen. Ob genetische Veranlagung, eine Frage der Hormone oder Krankheit, ist für den Erfolg der OP entscheidend. Du solltest das also vorher abklären, wenn Du nicht sicher bist. Nur dann, wenn keine Krankheit vorliegt, sind die Chancen für eine erfolgreiche Bartverdichtung groß.

Krankheiten, die den Bartwuchs beeinträchtigen

Oft äußern sich Krankheiten darin, dass kleine runde Stellen am Bart kahl bleiben. Das kann zum Beispiel Alopecia barbae sein: eine Fehlfunktion des Immunsystems mit bisher ungeklärter Ursache (3). Hier hilft leider keine Transplantation! Bei Alopecia werden nämlich die Haarwurzeln immer wieder abgestoßen – das wäre auch bei transplantierten Grafts der Fall. Damit eignen sich nur solche Kunden für eine Bartverdichtung, die nicht von Hautkrankheiten betroffen sind.

Bartverdichtung – wo kann man sie machen lassen?

Überall dort, wo man auch Haartransplantation (Haupthaar) vornehmen lässt. Es gibt Spezialkliniken, die sich mit nichts anderem befassen. Aber auch Schönheitskliniken haben oft eigene Abteilungen dafür. So eine sollte es schon sein: Ärzte brauchen für den chirurgischen Eingriff viel Fingerspitzengefühl. Das bekommt man nun mal nur mit viel Übung!

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Ist das Ergebnis in jedem Fall garantiert?

Eine hundertprozentige Garantie kann es nicht geben. Dennoch sind die Chancen sehr hoch, dass Deine Barthaartransplantation ein Leben lang hält. Der Grund: Die Haare werden aus dem Haarkranz entnommen. Hier wachsen besonders kräftige Haare, die sich gut für eine Verpflanzung eignen. Außerdem werden mit den Grafts ja die Haarwurzeln verpflanzt. Sie wachsen nach der Haarverpflanzung weiter.

Zudem sind diese Haare von einem Problem ausgenommen, das nahezu alles männliche Haar früher oder später trifft: Testosteron. Es sorgt dafür, dass das Haar dünner wird und der Haarwuchs schließlich ganz versiegt. Fällt das also weg, kann das Haar ein Leben lang sprießen. Beste Voraussetzung für dichten Bartwuchs!

Barthaartransplantation: Wie es gemacht wird

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Die Behandlung selbst ist nahezu schmerzfrei: Weder Betäubung noch die FUE-Methode an sich erzeugt wesentliche Schmerzen. Zudem ist besonders FUE für bessere Wundheilung bekannt. Behandelst Du zudem Spender- wie auch Empfängerbereich gemäß den Anweisungen Deiner Klinik, dann kann kaum etwas schiefgehen. Die Barthaartransplantation zählt zu den risikoärmsten Behandlungen, wenn es um Eigenhaarverpflanzung geht!

Voraussetzung ist allerdings auch ein guter Arzt. Er muss individuell einen natürlichen Bartwuchs imitieren. Gar nicht so einfach, ist doch jeder Kunde anders: Die Gesichtsform spielt eine Rolle, ebenso wie Wuchsrichtung der Haare und deren Dicke. Ein erfahrener Arzt sollte damit jedoch keine Probleme haben. Auch das Risiko der Narbenbildung ist mit zunehmender Erfahrung Deines Arztes geringer.

Was kostet eine Barthaartransplantation?

Ganz pauschal lässt sich das nicht sagen. Die Kosten hängen ja davon ab, wie viele Grafts verpflanzt werden müssen. In Deutschland sind Kosten ab 2.000 Euro aufwärts nicht ungewöhnlich. Sie sind auch gerechtfertigt, bedenkt man den hohen Aufwand für eine solche Haarimplantation. Technische Geräte müssen auf dem neusten Stand sein, der Arzt sollte sich regelmäßig weiterbilden.

Geht das auch günstiger?

Eindeutig ja – allerdings nicht hierzulande. Willst Du ein wenig sparen, kommt nur eine Behandlung im Ausland für Dich infrage. Du handelst jedoch auf eigenes Risiko: Geht etwas schief, wirst Du teure Nachbehandlungen in Kauf nehmen müssen. Davon abgesehen sind die meisten Kliniken im Ausland nicht schlechter als die in Deutschland. Sie verwenden dieselben modernen Methoden und sind ebenso gut ausgestattet. Lediglich die günstigen Lebenshaltungskosten ermöglichen den deutlich günstigeren Preis.

Bartverdichtung: Was übernimmt die Kasse?

Leider nein. Handelt es sich bei der Bartverdichtung um eine reine Schönheitsoperation, dann übernimmt keine Krankenkasse auch nur einen Cent. Ein Grund mehr, sich gründlich umzusehen: Nur so findest Du den für Dich passenden Spezialisten.

Woran erkennt man ein seriöses Angebot?

Sämtliche Kosten sollten von Anfang an offen besprochen werden. Dazu gehören auch Mehrkosten für eventuelle weitere Behandlungen. Nicht immer ist es nämlich mit einer Sitzung getan. Der Arzt sollte Dich natürlich gleich in der Beratung über diese Möglichkeit informieren. Eine gute Beratung ist immer vollumfänglich – kommen später unerwartete Mehrausgaben hinzu, stimmt etwas nicht. Auch hier zahlt sich also wieder Erfahrung aus, denn ein Spezialist sieht sofort, was zu tun ist – und mit wie vielen Sitzungen Du rechnen musst.

Lass Dich umfangreich beraten!

Achte besonders auf Zertifikate für Deine Wunschklinik wie auch für den behandelnden Arzt. Du findest erste Informationen auf der hauseigenen Webseite. Gütesiegel zählen ebenfalls dazu, sie können wichtige Anhaltspunkte darüber liefern, wie es um Service und Vor- oder Nachsorge steht.

Wichtig für Angebote aus dem Ausland: Informiere Dich genau über dortige hygienische Bedingungen! Kommt eine Reise dorthin im Vorfeld nicht infrage, dann halte Dich an Erfahrungsberichte ehemaliger Kunden. Sie werden offen berichten, was es zu bemängeln gab – und welche Klinik wirklich gut ist. Du findest diese Berichte in einschlägigen Internetforen oder Kundenportalen rund um das Thema Haarverpflanzung.

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Wie schnell ist man danach wieder gesellschaftsfähig?

Schon wenige Tage nach der Haarimplantation kannst Du wieder an die Öffentlichkeit. Zwar werden noch Rötungen sichtbar sein, besonders auch im Entnahmebereich am Hinterkopf. Hast du aber längeres Deckhaar, dann sieht keiner mehr etwas von der Haarimplantation.

Bei der Baarthaartransplantation werden Haare vom Hinterkopf genutzt

Wie lange dauert es, bis man ein Ergebnis sieht?

Das dauert leider ein bisschen. Der Grund: Dein Haarwuchs. Er braucht Zeit, ungefähr drei bis sechs Monate. Dann sollten erste Ergebnisse sichtbar sein. Dein Bart wirkt nun deutlich kräftiger und dichter.

Nach der Barthaartransplantation: Wie pflegt man den Bart?

Du kannst selbst etwas für kräftigen Bartwuchs tun. Halte Dich in den Tagen nach der Eigenhaarverpflanzung vor allem an die Anweisungen der Klinik. Doch auch später solltest Du den Bart immer gut pflegen. Dazu zählt nicht nur sanfte Reinigung – auch regelmäßiges Kürzen fördert dichten Bartwuchs!

Bartwachstum anregen mit Haarvitaminen

Unterstützend für die Haare wirken vor allem die Haarvitamine von ASOYU*, denn enthalten ist darin alles, was die Haare für Glanz und Schönheit benötigen: sämtliche Mikronährstoffe, Vitamine und pflanzliche Extrakte wie Hirse, Kurkuma und Amla Beeren.

Barthaartransplantation – Fazit

Hapert es mit dem Bartwuchs, kratzt das am männlichen Ego. Eine Bartverdichtung hilft – kläre aber vorher, ob eine Krankheit vorliegt. Ist das nicht der Fall, dann steht einer Barthaarverpflanzung nichts mehr im Weg. Die Bartverdichtung zählt zu den risikoarmen Eigenhaarverpflanzungen. Mit modernen Methoden ausgeführt, ist sie nahezu schmerzfrei.

Achte vor allem darauf, dass der behandelnde Arzt viel Erfahrung besitzt. Der Preis sollte hier nicht ausschlaggebend sein. Ist Dir allerdings eine Behandlung in Deutschland zu teuer, kommt vielleicht eine Klinik im Ausland infrage. Wofür auch immer Du Dich entscheidest: Sorgfältige Information vorab führt zum Erfolg bei Deiner Barthaartransplantation!