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Die Haarsimulation – eine Alternative zur Haartransplantation

Kaum mehr ein Mann muss sich heutzutage mit Haarausfall abfinden. Die Techniken der Haartransplantation sind weit fortgeschritten und überzeugen mit hervorragenden Ergebnissen. In manchen Fällen allerdings eignet sich eine Haartransplantation nicht für einen Betroffenen. Für diese Fälle ist eine Haarsimulation die optimale Alternative. Doch was genau ist eine Haarsimulation und für wen genau ist sie geeignet?

Die optische Illusion – Hilfe bei Haarausfall

Die Haarsimulation kommt im Gegensatz zu einer Haartransplantation ganz ohne operativen Eingriff aus, denn sie ist nichts anderes als eine perfekte optische Illusion. Mithilfe der Mikropigmentierung werden Haare auf dem Kopf simuliert

Diese Technik ist die perfekte Alternative, wenn Du keine Haarverpflanzung möchtest, zu wenig eigenes Spenderhaar für eine Haarverpflanzung hast, eine Haarimplantation für Dich aufgrund der Art oder Ursache Deines Haarausfalles nicht infrage kommt oder Du einfach nur lichte Stellen in Deinem Haar ausfüllen möchtest.

Mit dieser Technik werden keine neuen Haare in die Kopfhaut eingebracht, sondern es wird mittels Farbpigmente die Illusion nachwachsender Haare erzeugt, ähnlich einer Tätowierung. Wird diese sogenannte Schattierungstechnik gut ausgeführt ist das Ergebnis von einer echten, rasierten Kurzhaarfrisur nicht zu unterscheiden. Dein Gegenüber wird also nicht erkennen, ob es sich bei Dir um echte Haare oder eine Farbpigmentierung handelt.

Die Mikropigmentierung

Bevor die Mikropigmentierung zum Einsatz kommt, wirst Du ausführlich beraten. Der Spezialist erklärt Dir genau, wie die Haarsimulation funktioniert und welche Ergebnisse Du erwarten kannst.

Um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten, musst Du Deine Haare sehr kurz tragen, also eine rasierte Kurzhaarfrisur. Für Männer, die lange Haare haben und sich nicht von ihnen trennen möchten, ist die Methode weniger geeignet. Da bei der Simulation nur Farbpigmente in die Kopfhaut gebracht werden, die das noch vorhandene Haar dichter erscheinen lassen oder bei kahlen Stellen wie kurz rasierte Haare wirken, ist die Mikropigmentierung nur bei Personen möglich, die dunkleres Haar haben. Bei sehr hellem Haar kann die Methode meist nicht angewandt werden.

Die Pigmente, die in die Kopfhaut eingebracht werden, sind in der Regel sehr gut verträglich. Natürlich kannst Du vorher testen lassen, ob Du die Pigmente verträgst. Die Pigmente sind dermatologisch getestet, bestehen in den meisten Fällen aus pflanzlichen Inhaltsstoffen und lösen keinerlei allergische Reaktionen aus.

Auf Wunsch wird zunächst nur ein kleiner Bereich Deines Kopfes bearbeitet. So kannst Du sehen, wie gut Du die Farbpigmente verträgst und ob Du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Erst danach erfolgt die komplette Haarsimulation.

Bei der Mikropigmentierung können je nach Wunsch zwei verschiedene Farbpigmente verwendet werden, und zwar die Kurz- und die Langzeitpigmente.

Kurzeitpigmente verbleiben für sechs bis zwölf Monate in der Kopfhaut, bevor sie langsam anfangen zu verblassen. Die Langzeitpigmente hingegen halten bis zu sieben Jahren, ohne zu verblassen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob die Haarsimulation per Mikropigmentierung etwas auf Dauer für Dich ist, kannst Du zuerst die Kurzzeitpigmente wählen. Du kannst später jeder Zeit mit Langzeitpigmenten nacharbeiten lassen.

Hier in Deutschland bieten mittlerweile viele Kliniken und Studios diese Methode der Haarverdichtung an. Achte bei der Auswahl der Klinik oder des Studios darauf, dass der behandelnde Spezialist über die nötige Ausbildung und Erfahrung in der Haarsimulation verfügt.

Empfehlenswert ist der Vergleich mit Kliniken in der Türkei. Diese Kliniken verfügen über das erforderliche „Know-how“, genießen in der Regel einen sehr guten Ruf und bieten die Behandlungen um einiges günstiger an.

Dauer und Ausführung der Pigmentierung

Nach der Beratung legt der Spezialist zusammen mit Dir die Haarlinie fest und zeichnet sie ein. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Haarlinie Deinen Wünschen und Vorstellungen entspricht. Danach wird mit einer speziellen, sehr feinen Nadel die Farbpigmente zwischen 0,6 bis 1,2 Millimeter in die Haut eingebracht. Die Pigmente – farblich Deinem Eigenhaar angepasst – werden in Form feiner, unterschiedlich großer und farblich unterschiedlicher Striche und Punkte gesetzt, die ein Haarfolikel simulieren. Die Haut wird dadurch „schattiert“ und der Eindruck rasiertem, nachwachsendem Haar wird wirkungsvoll simuliert.

Die Haarsimulation darf nicht mit permanenten Make-up oder gar einer Tätowierung verwechselt werden, da die Mikropigmentierung wesentlich schonender für die Haut ist und sich auch die verwendeten Farbpigmente von denen normaler Tätowierfarbe unterscheidet

Das Einbringen der Farbe in die Haut wird ohne Betäubung durchgeführt. Das heißt, Du wirst die Einstiche auf jeden Fall spüren. Wie schmerzhaft Du die Einstiche empfindest, ist eine Sache des individuellen Schmerzempfindens und von Person zu Person unterschiedlich. Allerdings gibt es eine betäubende Salbe, die vor der Mikropigmentierung auf die Kopfhaut aufgetragen werden kann und so den Schmerz lindert

Nach der Pigmentierung kannst Du auf die behandelte Kopfhaut eine Pflegecreme auftragen lassen. Sie hilft, die Haut zu beruhigen und die Wundheilung zu beschleunigen.

Die Dauer der Pigmentierung ist abhängig von der Größe der zu behandelten Stelle. Kleinere Stellen oder die Abdeckung von Narben können innerhalb einiger Stunden pigmentiert werden. Soll eine große Fläche ausgefüllt werden, ist es empfehlenswert, die Behandlung auf mehrere Sitzungen aufzuteilen, auch damit der Schmerz im Laufe der Behandlung nicht zu groß wird. Zwischen den einzelnen Sitzungen solltest Du einige Tage Pause einlegen, damit sich Deine Kopfhaut von den Strapazen der Behandlung erholen kann.

Tipps für ein gelungenes Ergebnis

Um das bestmögliche Ergebnis bei Deiner Haarsimulation zu erzielen, kannst Du im Vorfeld schon einiges tun:

  • drei Tage vor der Mikropigmentierung auf Alkohol und Nikotin verzichten.
  • eine Woche vorher Blutverdünner, Blutdrucksenker (mit Absprache Deines behandelten Arztes) und Haarwuchsmittel absetzen.
  • ebenfalls eine Woche intensive Sonneneinstrahlung und Solarien meiden.
  • am Tag der Mikropigmentierung auf Kaffee und Tee verzichten.

Pflege nach der Haarsimulation

Nach der Pigmentierung darfst Du Deine Haare drei Tage lang nicht waschen, um die Pigmente nicht wieder aus der Haut zu spülen. Ebenso solltest Du einige Tage auf Sport und andere körperliche und schweißtreibende Anstrengungen verzichten.

Juckreiz, Rötung und Schorfbildung sind nach der Behandlung völlig normal und verschwinden in der Regel nach wenigen Tagen. Bei Juckreiz bitte nicht kratzen, es könnten Infektionen entstehen und die Farbpigmente zusammen mit den Krusten wieder aus der Haut heraus gekratzt werden. Bitte mindestens 10 Tage lang auf Sonnenbaden, Solarium und Schwimmbad verzichten und die Kopfhaut vor direkter Sonneneinstrahlung mit einer Kopfbedeckung oder einem guten Sonnenschutzmittel mit einem hohen Sonnenschutzfaktor schützen.
Das endgültige Ergebnis Deiner Pigmentierung siehst Du circa drei Wochen nach der letzten Behandlung.

Fazit

Eine Haarsimulation ist eine perfekte Alternative für Männer, für die aus verschiedenen Gründen eine Eigenhaarverpflanzung nicht infrage kommt. Durch das Einbringen der meist pflanzlichen Farbpigmente mit einer feinen Nadel in die Haut entsteht der optische, sehr natürlich wirkende Eindruck einer rasierten Kurzhaarfrisur. Die Pigmentierung eignet sich zum optischen Verdichten von lichtem Haar und der Auffüllung von kahlen Stellen ebenso wie zur Behandlung einer Vollglatze. Auch für den kurzzeitigen Einsatz, zum Beispiel beim Haarverlust nach einer Chemotherapie, ist diese Methode bestens geeignet. Beide Farbpigmente, die temporären und die Langzeitfarbpigmente können bei Nichtgefallen jederzeit durch einen Laser entfernt werden. Personen mit sehr hellem oder weißem Haar sollten sich vor einer Pigmentierung ausführlich beraten lassen, ob diese Technik für sie geeignet ist und welches Ergebnis sie erzielen könnte.


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