Der angesagte Rum-Ratgeber

Rum entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem wahren Geheimtipp innerhalb der Fans von hochwertigen Spirituosen. Dennoch fristet er im Vergleich zu Whiskey, Wodka und Co. ein Schattendasein. In der Karibik dagegen wird Rum zu sämtlichen Gelegenheiten getrunken. Doch in Europa findet der Rum sein Dasein als Beigabe zu Cocktail, Longdrinks oder auch als Backzutat. Selbstverständlich fehlen in Europa die weißen Strände, die lauen Abende und die feurigen Sonnenuntergänge, welche förmlich zu einen Schluck Rum einladen. Allerdings gibt es auch hier genug Gelegenheiten eine gute Flasche Rum zu öffnen.

Was müssen Sie beim Genuss von Rum beachten?

Bei Rum kann man grundsätzlich zwischen zwei Merkmalen unterscheiden: „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“. Im nächsten Schritt gilt es herauszufinden, warum ein Rum schmeckt bzw. nicht schmeckt. Dank gewissen Eigenschaften, beispielsweise Frucht oder Süße, können Sie herausfinden, welche Vorlieben sie haben.

Geschmäcker sind unterschiedlich und wie so oft gilt auch hier „Probieren geht über Studieren“. Sie sollten sich immer ein eigenes Bild machen und sich auf Ihre Nase oder Ihren Gaumen verlassen. Wer sich öfters mit dieser Spirituose auseinandersetzt, wird vielleicht auf einen Rum stoßen, der von Experten gelobt wird, aber einen selbst nicht schmeckt. Solche Erfahrungen sind besonders gut und wichtig.

Wichtig ist es, dass Sie nicht voreilig über einen Rum entscheiden. Je mehr Sie aber über die Zusammensetzung und die Herstellung wissen, desto besser können Sie ihn einordnen und selbstverständlich auch genießen.

Bei Rum handelt es sich um einen starken Alkohol, daher sollten Sie ihn immer respektvoll und verantwortungsvoll trinken.

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Wie entscheidend ist die Herkunft?

Experten sind der Meinung, dass die geografische Lage eine der wichtigsten Aspekte für die Qualität ist. Durch die geografische Herkunft können Sie viel herauslesen. So ist ein Rum von den karibischen Inseln in der Regel ein sogenannter Rhum Agricole. Dieser wird aus Zuckerrohrsaft hergestellt.

Während zum Beispiel deutscher Rum gewöhnlicherweise ein Destillat ist, bei dem Karibikrum mit Neutralalkohol vermischt und in Deutschland abgefüllt wird. In Deutschland werden einige Marken intensiv vermarktet, während anderen Sorten eine untergeordnete Rolle spielen. Selbst wenn sie innerhalb der Rum-Szene einen exzellenten Ruf besitzen oder die Platzhirsche bei der Qualität oder Geschmack um Längen übertreffen. Im Fachhandel trifft man selten auf eine gut sortierte Auswahl und noch seltener trifft man auf einen Experten, der auch über ein großes Sortiment verfügt.

Wie wird Rum hergestellt?

Damit Sie einen Überblick über die Unterschiede bekommen, ist es entscheidend den Herstellungsprozess genauer zu betrachten. Vereinfacht kann man sagen, dass bei der Herstellung Zucker aus Zuckerrohr fermentiert wird, der hierbei entstehende Alkohol wird über einen Destillationsprozess konzentriert. Zu guter Letzt reift der Rum entweder in Eiche- oder Edelstahlfässern.

Was sagt die Farbe über den Rum aus?

Rum ist das einzige destillierte Getränk, welches in unterschiedlichen Farbnuancen vorhanden ist. Junger Rum ist farblos und klar. Wenn der Rum in Holzfässern gelagert wird, entsteht die typisch goldene Farbe, welcher sich nach einigen Jahren in einem dunklen Braunton verwandelt.

Weißer Rum dagegen wird in Edelstahltanks gelagert. So sollen jene Kunden zufriedengestellt werden, welche lieber einen weicheren Geschmack vorziehen. Danach filtern sie ihn mit Carbon, so soll jede Farbe entfernt werden, welche möglicherweise angenommen wurde. Außerdem beseitigen diese Filter auch einige der Schadstoffe bzw. Unreinheiten.

Was kostet Rum?

Rum ist in sämtlichen Preisklassen erhältlich. Hierbei liegt der Einstiegspreis bei fünf Euro. Wenn Sie aber mehr Wert auf die Qualität legen, dann müssen sie mindestens mit 20-30 Euro pro Flasche rechnen. Generell erzielt weißer Rum niedrigere Preise da keine Lagerung bzw. Reifung stattfindet.

Was braucht man für feucht-fröhliche Trinkspiele?

Das kommt immer darauf an, worauf Sie Lust haben und welches Spiel Sie spielen möchten. Gewöhnlicherweise benötigen Sie Karten, Würfel und/oder Becher. Hier gibt es übrigens Anregungen für Trinkspiele. Darüber hinaus sollte man sich mit Alkohol eindecken. Besonders gut sind hierfür Produkte aus kleinen Flaschen geeignet, welche man gut als Shot trinken kann. Liköre sind auch besonders gut geeignet, da sie meistens einen niedrigeren Alkoholgehalt haben und einen angenehmen, fruchtigen Geschmack haben. Auf hochprozentigen Alkohol, also Whiskey oder Rum sollte man verzichten. Alternativ kann man auch Drinks mixen. Dafür werden die oben genannten Spirituosen mit Energy Drinks, Fruchtsaft, Softdrinks, etc. gemischt.

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Beliebte Mischgetränke mit Rum

Zu den wahren Klassikern der Mischgetränke zählt ohne Zweifel der Cuba Libre. Mit seinem Namen steht er für den kubischen Freiheitskampf und gewährleistet mit seinen Geschmack Karibik-Feeling. Das Licht der Welt erblickte der Cuba Libre als man um 1900 die Unabhängigkeit des Karibikstaates feierte. Gemischt wird dieser Longdrink, indem man ein Longdrinkglas mit Eis füllt und den Rum darüber gießt. Anschließend viertelt man eine Limette und drückt den gesamten Saft ins Glas. Nun wird Cola hinzugefügt und mit einer Scheibe Limette garniert.

Einige Drinks bestehen nicht nur aus einer Spirituose. Der pfiffige Long Island Iced Tea setzt sich aus vielen Komponenten zusammen und ist dementsprechend sehr kraftvoll. Der Name ist zwar ein wenig verwirrend, denn dieser Drink spielt nur mit seiner Optik auf Eistee an. Dieses Getränk ist besonders auf Partys beliebt. Trotz der vielen Bestandteilen ist dieses Getränk relativ zu mischen. Der Long Island Iced Tea besteht aus fünf klaren Spirituosen zusammen. Neben den unerlässlichen weißen Rum kommen ebenfalls Gin, Wodka und Tequila zum Einsatz. Durch den Likör Triple Sec Curacao oder der Cointreau erhält dieses Mixgetränk die notwendige Frische. Limettensaft oder Zitronensaft sorgen für eine saure und fruchtige Note. Der Zuckersirup sorgt für einen Hauch Süße. Serviert wird dieser Drink in einem Longdrinkglas, welcher zuvor mit Eis gefüllt wurde. Am Ende wird dem Getränk Cola hinzugefügt.

Shortdrinks und Longdrinks auf saurer Basis erfreuen sich schon seit längerem großer Beliebtheit. Der Mojito ist sowohl für Kenner als auch für Anfänger geeignet. Fünf Komponenten machen diesen Drink aus, welcher im Highball-Glas serviert wird. Die Basis bildet hier weißer Rum. Anschließend kommen Limettensaft, Zuckersirup und einige Blätter Minze hinzu. Im Collins-Glas zerstört man die Zutaten ohne Rum, erst dann wird der Rum mit gestoßenem Eis hinzugefügt. Sodawasser dient zum Auffüllen und mit Minzzweigen wird der fertige Drink garniert.