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Haare klonen bei Haarausfall. Was ist das und was kann es?

Seit jeher leiden Menschen unter Haarausfall. Und schon immer wurde an Medikamenten und neuen Behandlungsmöglichkeiten geforscht. In den letzten Jahrzehnten sind erstmalig natürliche Eigenhaarverpflanzungen und Haarimplantationen mit fremdem Spenderhaar gelungen. In den USA ist es erstmalig gelungen, Haare zu klonen. Anstatt von Haarfollikeln werden Haarzellen verpflanzt, die wiederum neue Haarfollikel generieren. Das neue Verfahren verspricht auch Erfolg bei krankheitsbedingtem Haarausfall.

Körperbehaarung klonen – Neue Methoden für ein altes Problem

Es kann noch einige Jahre dauern, bis das Verfahren des Klonens ausreichend erforscht und für den Patienten zugelassen ist. Derzeitige Methoden zur Haarverpflanzung sind in den meisten Behandlungsfällen ebenfalls überaus erfolgreich. Vom Körper des Patienten wird Spenderhaar entnommen und auf die kahlen Stellen verpflanzt.

Wäre es bereits möglich, Menschenhaare zu klonen, könnten neue Haare aus Haarzellen des Patienten gewonnen werden. Der Unterschied besteht in der Einfachheit der Vermehrung. Im Gegensatz zu Haarwurzeln, lassen sich Haarzellen im Labor beliebig vermehren. Auch bei bestehenden Erkrankungen oder Brandwunden, bei denen die Haut nachhaltig geschädigt ist, können mit Haarzellen (den geklonten Haaren) erfolgreiche Haarverpflanzungen stattfinden.

Geklonte Haare – ohne Spenderhaar

Beim Klonen von menschlichen Haaren ist für ein volles Haupthaar kein Spenderhaar mehr erforderlich, denn die verpflanzten Hautzellen – tatsächlich sind es Haarzellen – generieren die Follikel selbst. Zwar sind die Ergebnisse der heutigen Haartransplantation natürlich und dauerhaft, jedoch muss ausreichend Spenderhaar vorhanden sein, das in die kahlen Stellen eingepflanzt wird. Geklonte Haare, die biomedizinische Sensation in Sachen Haartransplantation, stammt aus den USA. Dem Columbia University Medical Center gelang in Zusammenarbeit mit der britischen Durham University die Lösung eines hartnäckigen Problems.

Menschliche Haarklone – Zellen für die Haartransplantation

Das Haarklonen eröffnet nicht nur eine einfachere Haartransplantation, sondern auch neue Anwendungsmöglichkeiten. Problematisch kann bei der herkömmlichen Haartransplantation ein nicht ausreichend vorhandenes Spenderhaar sein.

Die zeitgemäßen Transplantationsmethoden entnehmen Spenderhaar von anderen Körperpartien oder auch dem verbliebenen Haarkranz und setzen es an den kahlen Stellen ein. Die meisten der verpflanzten Follikel wachsen erfolgreich an und die neue volle Haarpracht stellt sich in wenigen Monaten ein. Allerdings kann es vorkommen, dass nicht ausreichend Spenderhaar am Körper zu extrahieren ist oder dass nach Brandwunden und anderen Erkrankungen die Haut zerstört ist.

In solchen Fällen wäre das Klonen, bei dem haarfollikelbildende Hautzellen verpflanzt werden, eine ideale Alternative. Hinzu kommt, dass die meisten Haarwuchs-Medikamente darauf abzielen, einen bestehenden Haarausfall zu bremsen. Einen neuen Haarwuchs können sie meist nicht fördern. Berichtet wird auch von teilweise erhebliche Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten bei Haarwuchsmedikamenten, die zudem grundsätzlich lebenslang einzunehmen sind.

Geklonte Haarzellen – im Tierreich nichts Neues

Das erfolgreiche Klonen von Haarzellen gelang bereits bei Nagetieren. Dort wuchsen die entnommenen Hautzellen an und produzierten ohne Probleme neuen Haarwuchs. Beim Menschen war das jedoch nicht so. Die menschlichen Hautzellen passten sich nach ihrer Verpflanzung einfach an die Umgebung an, wurden zu normalen Hautzellen, und hatten das Generieren von Follikeln einfach „vergessen“.

Die Forscherteams weltweit rätselten lange, was die vermeintlich ähnlichen Zellen unterschied. Doch die Lösung war im Verhalten der Hautzellen nach ihrer Entnahme zu finden. In diesem Stadium zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen Nagetier- und menschlichen Zellen. Die Nagetierzellen schienen intelligenter zu agieren. Durch Aggregation und Kommunikation schafften sie es, ihre Eigenschaften zu behalten.

Wie funktioniert das Klonen von menschlichen Haaren

Der besondere Vorteil der Entdeckung des amerikanischen Columbia-Teams liegt in der Gewinnung von Haarfollikeln. Haare im Labor zu klonen ist leichter und schneller als eine klassische Haarverpflanzung. Beim Klonen von Haaren steht praktisch eine beliebig große Anzahl von Haarfollikeln zur Verfügung – im Gegensatz zu herkömmlichen Eigenhaarverpflanzungen. Mit dem Klonen im Labor besteht nun die Möglichkeit, aus wenigen Spenderhaaren eine große Anzahl von Zellen zu züchten.

Zellen, die wiederum Haarfollikel produzieren. Damit stehen auch Menschen mit wenig Haarwuchs, wie etwa bei bestimmten Erkrankungen, z. B. einer vernarbenden Alopezie, oder nach Verbrennungen neue Möglichkeiten für eine Haartransplantation offen. Insbesondere Menschen mit Brand- oder krankhaften Haarausfall können mit dem Klonen der Haare ebenfalls einen vollen Haarwuchs erreichen. Bisher, so Dr. Christiano vom Columbia-Team, hat diese Zielgruppe sehr wenig Alternativen.

Haare Klonen – die letzte Hürde ist genommen

Wie Dr. Colin Jahoda von der Durham Universität in England erklärt, bestand das Hauptproblem beim Haarklonen in der Vermehrung der Zellen. Denn in den Gewebekulturen entwickelten sich die Haarzellen zurück zu normalen Hautzellen, die keine Haarfollikel produzieren konnten. Jahrzehntelang forschte man an einer Möglichkeit, die Zellen zu vermehren und zu stabilisieren, wobei diese ihre ursprünglichen Eigenschaften behalten.

Entscheidende Hinweise lieferten den Forschern schließlich die Haare von Nagetieren: Diese lassen sich einfach entnehmen, aufbewahren, vermehren und zurückverpflanzen – im Gegensatz zum menschlichen Haar. Bei näherer Untersuchung fiel nach einer Zellentnahme auf, dass sich Nagetierzellen aggregierten. Dieses Zusammenklumpen erfolgte jedoch nicht bei entnommenen menschlichen Zellen. Nachfolgend Versuche zeigten, dass tatsächlich auch die menschlichen Zellen Haarwuchs produzieren, sofern sie in Gewebekulturen gezüchtet werden.

Klinische Tests in der Vorbereitung

Auch wenn die Wissenschaftler noch viele Antworten finden müssen, gibt man sich optimistisch, dass mit dem Klonen der Haare schon in wenigen Jahren eine neue Möglichkeit der Haartransplantation offensteht. Dr. Jahodas Team erwartet klinische Untersuchungen der neuen Methode bereits in naher Zukunft.

„Wir glauben, unsere Studie ist ein wichtiger Schritt zum Ziel – nämlich der Schaffung einer Ersatzhaut, die Haarfollikel enthält“

Dr. Jahoda

Für viele ist die Hautverpflanzung die einzige Möglichkeit, um etwa nach Brandverletzungen den Haarwuchs wieder herzustellen.

Auch für die anderen Patienten scheint die neue Methode des Klonens noch schonender, schneller und noch erfolgreicher zu sein als herkömmliche Haarverpflanzungen. Haarzellen lassen sich leicht von einem entnommenen Haar sondieren und als Gewebekultur auch schonender einpflanzen.

Weltweite Forschung zur Haartransplantation

Haartransplantationen liegen im Trend, denn das uralte Problem des Haarausfalls ist noch immer nicht vollständig gelöst. Der Wunsch nach einer gesunden und vollen Haarpracht ist ebenfalls ungebrochen. Zwar ist es noch nicht möglich, für die Behandlung Haare zu klonen, doch aktuelle Therapien bei der Haarimplantation sind bereits sehr erfolgreich.

Die Fortschritte in der Haarimplantation und Eigenhaarverpflanzung kommen einem großen Interessentenkreis zugute. In den letzten Jahren wurden bereits erhebliche Verbesserungen in der Extrahierung von Spenderhaar für die Haarimplantation erreicht, ebenso wie noch schonendere und sicherere Methoden der Haarverpflanzung. Auch ohne Haare zu klonen sind die derzeitigen Haartransplantationen wenig invasiv und führen zu natürlicher Haarpracht.

Im Gegensatz zum Haare klonen, wird der neue Haarwuchs aus Eigenhaar gewonnen. Besondere Nährstofflösungen erzielen eine hohe Anwachsrate. Die Haarverpflanzung ist eine einfache und wenig invasive Möglichkeit, das volle Haupthaar wiederherzustellen – auch ohne Haare zu klonen. Doch die Suche muss weitergehen. Weltweit wird nach neue Methoden und Möglichkeiten zur Wiederherstellung einer natürlichen und attraktiven Körperbehaarung geforscht.


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